Unerwartet
Eine Adventskalendergeschichte mit dem König der Vögel und im vielleicht wahrsten Sinn merkwürdigen Begebenheiten
1. Dezember
Erwartet wird von vielen Beteiligten an Weihnachten nur mehr die Abarbeitung der Wunschzettel; ebenso erwartbar sind die Glühweinstände und Lichterketten, die schon vor dem ersten Advent das Fest des Konsums feiern.
Auch das Phänomen der Weihnachtslieder, die in allen populären Radiosendern den Advent ab dem ersten Dezember dominieren, dabei den Advent zur eigentlichen Weihnachtszeit erklären, ihn damit quasi überspringen und auslöschen, ist erwartbar, da wir es seit Jahren nicht anders gewohnt sind. Ab Weihnachten, also in der eigentlichen Weihnachtszeit, hört man die Weihnachtslieder so gut wie nicht mehr. Wir wollen nicht mehr abwarten, nichts mehr erwarten: sind darauf eingerichtet, all unsere Wünsche sofort zu erfüllen, oder erfüllt zu bekommen.
„Unerwartet“ ist daher das Thema dieses Adventskalenders. Unerwartet sieht man oft auf der höchsten Turmspitze unserer kleinen Stadt einen Vogel sitzen. Ebenso unerwartet hält sich oft ein Vogelschwarm in der Nähe einer Hochspannungsleitung am Fuß der Osterburg genau da auf, wo die Kreuzbergstraße eine langgezogene Linkskurve vollführt ehe sie richtig anzusteigen beginnt. Ich habe versucht, diese „Vogelereignisse“ in Beziehung zueinander zu setzen und habe einige unerwartbare Skizzen aufgeschrieben, die genau so hätten geschehen können.
Eine Adventszeit mit möglichst vielen schönen unerwartbaren Momenten wünsche ich all meinen Lesern!
2. Dezember
Einer hatte es geschafft, so wie es jeden Tag einer von den schwarzen Vögeln schaffte: saß ganz oben auf der vergoldeten Wetterfahne; war der König der Vögel. Unerwartet für ihn selbst, gab es doch viele von ihnen, und die Chance als erster und einziger die Position auf der Spitze des höchsten Turms der Gegend einnehmen zu können, war gering. Überblickte die ganze Stadt, nahm alles wahr, was es wahrzunehmen gab; für den Moment vor allen Dingen die große Überlandleitung vor dem dunklen Hintergrund eines Berges. Sein Schwarm umflatterte die steilen Dachflanken des Turmes, mißmutiges Gekrächze erfüllte die Luft: sie alle hatten es nicht vermocht auf den Thron des Vogelkönigs zu gelangen. Auf seinen Wink hin stieben sie auseinander, vereinigten sich wieder zu einer schwarzen Wolke die wie von seinem Willen gezogen zur Überlandleitung strebten. Gleich einer Notenzeile in einem Oktavheft lag die in der Landschaft; fünf schwarze Striche vor wechselndem Hintergrund. Die Vögel wirbelten dort durcheinander; ein weiterer Wink von ihm ordnete das Getümmel: auf den fünf Leitungssträngen wurde jeder der Vögel zu einer Note.
3. Dezember
Jede mögliche Empfindung, ob es Trauer oder Freude, Glück oder Zorn, Angst oder Wohlbehagen sein mochten und alle Gefühle die dazwischen lagen, konnte er sie in Melodien darstellen lassen. Im Moment würde die Melodie, so sie denn auf einem Instrument gespielt oder gesungen würde, Erwartung ausdrücken. Der Vogelkönig entspannte sich, nun da die Ordnung seines Schwarms hergestellt war, und begann die Welt um ihn herum zu betrachten. Ich will einige Geschichten darüber, was ein Vogelkönig sehen könnte, aufschreiben.
Vogelaugen sind, anders als die von Menschen, oft in der Lage auch weit entferntes ganz scharf zu sehen. Säße ein Mensch ganz oben auf der Turmspitze, sähe er die Autos wie Spielzeuge und die Menschen wie Ameisen. Er hätte nur einen ungefähren Überblick über das, was unter ihm vorging. Anders verhält es sich bei vielen Vögeln. Als ob sie ein eingebautes Fernglas bei sich haben, können sie kleinste Kleinigkeiten auch in weiter Ferne glasklar erkennen.
4. Dezember
Und so sah der Vogelkönig, während die Erwartung in der, von den Vögeln dargestellten, Melodie drängender wurde, Sorgenfalten in einem verhärmten Gesicht. Er sah die Frau, zu der die Sorgenfalten und das damit verbundene Gesicht gehörten. Er sah, wie schwer sie sich damit tat, die kleinen Arbeiten im Haushalt zu erledigen. Sah ihre Hand, die einen abgegriffenen Brief hielt, und die Tränen, die ihre Wangen dabei hinunter liefen. Die Musik, die sein Schwarm auf den Kabellinien darstellte, wurde traurig. Die Frau ließ sich schwer in einen Sessel fallen und seufzte tief beim Blick auf den Brief, an den sie sich noch immer klammerte. Kein anderer Mensch war in ihrer Wohnung zu sehen, keine Katze: niemand. So verharrte sie in ihrer Einsamkeit. Unerwartet klingelte es an ihrer Tür. Ungläubig hob sie ihren Kopf. Ging dann vorsichtig zum Eingang, legte aber doch noch die Kette vor, bevor sie öffnete. Durch den schmalen Spalt, der entstanden war, schob sich ihr eine Blume entgegen. Eine helle Stimme sagte leise: „Für dich!“ Das Kind war schon lange verschwunden, da stand sie immer noch vor dem Türspalt und saugte den Duft der Blume ein, die sie anstelle des Briefes, der herabgefallen sein musste, fest in der Hand hielt. Die Melodie des Vogelschwarms auf der Leitung jubelte für einen Moment, änderte sich aber schnell wieder. Der Vogelkönig nickte fast unmerklich zufrieden während er aufmerksam das Leben weit unter sich betrachtete. Du glaubst es nicht? Schau hinauf zum Kirchturm: du wirst den Vogel ganz oben sehen.
5. Dezember
Der hatte seine Aufmerksamkeit bereits einem neuen Ziel zugewandt. Sah zwei Nachbarhäuser, die unterschiedlicher kaum sein konnten. Akkurat geschnittene Hecken. Sauber getrimmte Rasenflächen die selbst im Herbst kaum von einem gefallenen Blatt verunziert wurden. Streng geometrisch zogen Plattenwege ums erste Haus. Das andere wirkte wie ein einziges großes Durcheinander: ein wilder Garten, verschieden große Fenster, wie zufällig schienen sie die Wände zu durchbrechen. Ordnung war hier offensichtlich ein Fremdwort. Die Nachbarn hatten sich sicherlich nicht viel, und wenn, dann nur weniger Nettes zu sagen. Beim ersten Haus rauchte ein Kamin und sorgte für gemütliche Wärme, die aus den Fenstern zu drängen schien, während beim zweiten wohl ein Defekt an der Wärmepumpe im Garten vorlag. Ein verzweifelter junger Mann mit Schraubenzieher versuchte sich glücklos an dem Heizgerät, während am Fenster über ihm ein frierendes Kind den unbeholfenen Reparaturversuchen seines Vaters zusah. Der ältere Bewohner des ersten Hauses hatte die Notlage des Nachbarn bereits bemerkt. Kopfschüttelnd hatte er die hilf- und erfolglosen Bemühungen des Mannes schon eine Zeitlang verfolgt. Scheinbar freute er sich am handwerklichen Unvermögen des Menschen, der einen so ganz anderen Lebensstil als er selbst pflegte, denn ein selbstgerechtes Lächeln umspielte seine Lippen. Das Vogelorchester drückte auf seinen elektrischen Notenzeilen Empörung aus.
6. Dezember
Dann erst sah der Mann das frierende Kind am Fenster. Und auch jetzt wieder geschah das Unerwartete: Mit schwerem Werkzeug gewappnet stand der Alte plötzlich beim Nachbarn und wusste genau was zu tun war: nach nur wenigen Minuten leuchtete eine grüne Diode und ein großer Ventilator setzte sich in Gang. Den überschwänglichen Dank des Nachbarn ignorierte er: der war ihm zu viel; doch dem Kind am Fenster zwinkerte er freundlich zu. Die lebendigen Noten auf der Überlandleitung änderten ihr Motiv in ein sehr zuversichtliches und der Vogelkönig sah ebenso sehr zufrieden aus. Du glaubst es nicht? Schau hinauf zum Kirchturm.Wenn du Glück hast, wirst du den König der Vögel dort sitzen sehen.
7. Dezember
Der Blick des Vogelkönigs blieb an einem Marktstand hängen an dem Glühwein ausgeschenkt wurde. Einige Menschen hatten sich dort zusammengefunden und waren in ein Gespräch vertieft, während sie ihre Getränke genossen. Eine neu hinzugekommene Frau riss die Unterhaltung an sich; sie ließ kaum mehr einen der anderen zu Wort kommen. Entrüstet ließ sie die Umstehenden wissen, was sie so sehr erboste. Von einer Familie von Asylbewerbern mit vielen Kindern, davon einigen in Ausbildung, erzählte sie, denen sie weitherzig und vollkommen uneigennützig ihr Haus vermietet hatte. Den Einwurf eines älteren Mannes, dass sie dafür ja wahrscheinlich mehr als großzügig vom Sozialamt entschädigt worden sei, wischte sie achtlos beiseite. Fenster, Toiletten und Elektroinstallation hätten diese kaputtgemacht, dauernd sei etwas zu reparieren gewesen. Der ältere Mann versuchte erst gar nicht sie darauf hinzuweisen, dass ihr Haus, wie jedem im Ort bekannt, sowieso eine alte Bruchbude gewesen sei. Das Sozialamt, schloss sie triumphierend, hätte jetzt auf ihr Drängen hin beschlossen, die Großfamilie in eine Gemeinschaftsunterkunft mit zwei Zimmern einzuweisen. Diese Parasiten hätte sie los. Klirrendes Schweigen war die einzige Antwort der Umstehenden.
8. Dezember
Die Melodie der Notenvögel drückte höchste Entrüstung aus. Unerwartet bat der ältere Herr, ohne auf die Frau einzugehen, beim Standbetreiber um die Rechnung. Ebenso unerwartet bezahlte auch der Rest der Gruppe und alle verließen die aufgebrachte Vermieterin, ohne sie noch eines einzigen Blickes zu würdigen. Sie hätte diese Asylparasiten jetzt los, wiederholte die jetzt einsam vor der Marktbude stehende Frau. Auch ihre Freunde schien sie nun los zu sein. Für die Hinausgeworfenen fand sich eine Lösung: Der ältere Herr bot ihnen eine Wohnung an, die vom Sozialamt genehmigt werden konnte. Auf der Überlandleitung hatte die Melodie wieder in ein ruhigeres Fahrwasser gefunden und auch der Vogelkönig wirkte gelassen ob des guten Ausgangs der Geschichte. Du glaubst mir nicht? Schau hinauf auf die Kirchturmspitze. Dort kannst du ihn in aller Ruhe sitzen sehen.
9. Dezember
Der König der Vögel vernahm das typische Geräusch eines Balles, der immer wieder gegen eine Wand gespielt wurde. Er fokussierte seinen Blick auf die Szene und sah einen etwa zehnjährigen Jungen, der ganz von der Beschäftigung mit seinem Ball gefangen schien: keinen Blick hatte er für seine Umgebung, nur der Ball, der immer wieder zu ihm zurückkehrte war wichtig. Sein Gegenpart war ausgerechnet die Betonmauer am Garten seines Nachbarn. Die war über und über bedeckt von großen Weinblättern, die jetzt im Herbst in allen möglichen Schattierungen von gelb und rot einen wunderschönen Blick boten. Bei jedem Treffer an der Wand löste der Ball einige der Blätter, so dass die Wand nicht mehr ganz so schön anzusehen war. Der Nachbar war durch die Geräusche, die der Ball verursachte, auf den Jungen aufmerksam geworden. Er sah den Ball fliegen, die Blätter fallen, immer wieder aufs Neue; im ersten Moment wollte er, da er ein wenig cholerisch veranlagt war, den Jungen mit deutlichen Worten in seine Schranken weisen.
10. Dezember
Die Vögel auf den fünf stromführenden Notenlinien stellten eine dramatische Miniatur dar, die sich freilich sofort wieder auflöste: Der Nachbar sah den Ernst im Spiel des jungen Fußballspielers, seine absolute Hingabe an den Ball – im Geist sah er ihn einige Jahre später in der Nationalmannschaft spielen, war in ein Fußballstadion in der Zukunft versetzt wo der Stadionsprecher den Namen des Nachbarsjungen begeistert ausrief, euphorisch wiederholte die Menge den Namen. Lächelnd ging der Nachbar seines Weges. Der Junge hatte noch nicht einmal mitbekommen, dass er beobachtet worden war. Zuckte nicht der rechte Fuß des Vogelkönigs, als nähme er ebenfalls am Spiel teil. Aber das konnte gar nicht sein: Er würde ja abstürzen und seine Position als König verlieren. Du glaubst es nicht? Schau nur hinauf, er sitzt noch immer dort.
11. Dezember
Der König der Vögel ließ seinen Blick weiter schweifen. Hängen blieb der an einer Gruppe von Menschen verschiedenen Alters in einer Gaststätte. Die schienen alles zu haben, was man zu einem guten Leben braucht. Hatten Handy und Computer, Auto und Wohnung, Essen und Trinken; darüber hinaus Freunde und Bekannte mit denen sie sich treffen konnten. Und wirkten dennoch nicht glücklich. Jeder von ihnen schien seine eigene Angst vor sich herzutragen. Eine fürchtete den Einfluss der Kondensstreifen von Flugzeugen auf ihr Leben; ein anderer war sehr besorgt über verpflichtende Impfungen, durch die der Staat das Leben jedes einzelnen fernsteuern könnte; ein dritter hatte Angst vor zu vielen Ausländern, die seine Kultur zerstören könnten; ein weiterer missgönnte Benachteiligten die Hilfen, die sie vom Staat erhielten, fürchtete selbst benachteiligt zu werden. Diese und viele weitere Ängste schienen sich hier zusammengefunden haben. Und sie erzählten sich gegenseitig von ihren Ängsten und bestärkten sich gegenseitig im Ängstlichsein. Die Angst umgab sie wie eine dunkle Wolke.
12. Dezember
Kam unerwartet ein weiterer Gast in die Gaststätte. Hörte eine Weile zu, ergriff dann das Wort: „Ein jeder von euch pflegt seine eigene Angst, die man in einem Satz zusammenfassen kann: Die anderen sind schuld! Jeder von euch kennt Geschichten, die eure Ängste zu beweisen schienen. Ihr fragt nicht nach, ob diese Geschichten wahr sind; wer diese Erzählungen in die Welt gesetzt hat um Kontrolle über euch zu haben. Ihr fragt nicht nach, ob diese Geschichten vielleicht nur in die Welt gesetzt worden sind um bei euch Angst auszulösen. Jetzt ist die Angst in der Welt und ihr sucht nach einfachen Lösungen, nicht nach schwierigen Antworten.“ Der Vogelkönig schaute bekümmert und auf der Überlandleitung formierten sich ebenso bekümmerte Melodien. Auch die Anwesenden waren irritiert von der Rede des Fremden. Vielleicht hat einer von ihnen nach dieser Ansprache seine unbegründete Angst überwinden können. Der König der Vögel weiß es nicht. Er würde sich gern an den Kopf fassen, will aber seinen Platz ganz oben nicht verlieren. Du glaubst es nicht: Sieh hinauf: Er sitzt grübelnd auf seiner Turmspitze.
13. Dezember
Der Mann war verzweifelt. Das konnte man an seiner Körperhaltung erkennen und an der Langsamkeit, mit der er sich fortbewegte. Der Vogelkönig erspähte ihn beim Spazierengehen. Die finsteren Gedanken, die der einsame Spaziergänger in seinem Kopf wälzte, waren ihm deutlich anzusehen. Untröstlich war er und als ausweglos sah er seine Situation an. Sein Weg aber führte ihn genau dorthin, wo die Vögel auf der Überlandleitung ihre Melodien darstellten. Der Vogelkönig befahl ihnen eine tröstliche Weise zu präsentieren. Der Mann nahm das nicht wahr.
Eine junge Frau aber, genau so wie der Verzweifelte, auf einem Spaziergang, und nicht weit entfernt von ihm unterwegs, entdeckte unerwartet die Stromleitung mit den Vögeln.
Sie erkannte die Melodie in den Mustern der Vögel auf den Leitungen. Zufällig führte sie in ihrer weiten Umhängetasche ihre Querflöte mit, packte sie aus und fügte sie zusammen. Vorsichtig setzte sie das Instrument an ihre Lippen und ließ ihre Flöte – leise zuerst – der Melodie folgen.
14. Dezember
Der Mann nahm die Melodie wohl wahr, war aber zu sehr mit sich und seiner Verzweiflung beschäftigt um auf sie zu reagieren. Der Vogelkönig ließ die Noten tanzen und die Flöte der jungen Frau tanzte mit. Die Melodie drang nun ein wenig ins Bewusstsein des Spaziergängers und ein Lächeln spielte um seine Lippen. Die Musik wurde drängender, lebendiger und trostreicher und zog den Mann nun so in ihren Bann, dass er nicht nur die Melodie, sondern auch die Schönheit der Landschaft, die Wolkenbilder am Himmel und nicht zuletzt die junge Flötenspielerin bemerkte. Er begann sich zu freuen, lachte glücklich über das überwältigende Erlebnis und hörte die Flöte in den hellsten Tönen jubilieren.
Der Mann lauschte dem Klang, dann in sich hinein. Wo war nur seine Verzweiflung geblieben?
Zufrieden saß der Vogelkönig auf seiner Turmspitze. Fast hätte man meinen können er lächelte ein wenig. Du glaubst es nicht? Schau nur hinauf! Du kannst sehen wie zufrieden er sich aufplustert.
15. Dezember
Es war nur ein kleines Haus, hatte aber drei Stockwerke. Der Vogelkönig war deshalb darauf aufmerksam geworden, weil in jedem Stockwerk, vom Keller bis zum Dachboden Lichter an- und ausgingen: zunächst wanderte das Licht scheinbar nach oben, dann wieder bis in den Keller hinunter. Dieser Vorgang hatte sich bereits mehrfach wiederholt bis schließlich die einmal eingeschalteten Lichter nicht mehr erloschen sondern sich nach und nach zu einem einzigen großen Licht summierten, das aus allen Fenstern des Hauses in die bereits herrschende Dämmerung strahlte. Weniger strahlend sah die Besitzerin des Hauses aus, die abgekämpft auf einem Stuhl saß. Offensichtlich hatte sie dringend etwas gesucht denn immer noch irrten ihre Augen unruhig durch die Küche, in der sie sich gerade befand. Mitleidig beobachtete der Vogelkönig sie und die Vogelnoten auf der Leitung gruppierten sich zu einem mitfühlenden Thema. Sie rang mit den Händen, murmelte Unverständliches vor sich hin, doch langsam waren einzelne Wortfetzen zu vernehmen, wurden zu Worten und ergaben Sinn. Sie habe es ihm doch hoch und heilig versprochen. Was sie versprochen hatte, war nicht zu verstehen. Mit der Zeit wurde sie ruhiger und beschloss offenbar die sinnlose Suche aufzugeben. Denn mit einem Ruck stand sie auf, um sich häuslichen Arbeiten zu widmen.
16. Dezember
Im Schlafzimmer nahm sie einen großen, gefüllten Wäschekorb auf und trug ihn ächzend in den Keller, wo ihre Waschmaschine stand. Während sie die Maschine mit der schmutzigen Wäsche beschickte fiel ihr auf, wieviele Spinnweben sie hier im Laufe der letzten Monate wohl nicht entfernt hatte. Seufzend startete sie ein Waschprogramm um sich dann der Sauberkeit ihrer Waschküche zuzuwenden. Sie ging ganz in ihrer Aufgabe auf: nicht nur die Spinnweben bekämpfte sie, dann wenn man einmal anfing zu putzen, kam immer mehr Schmutz zum Vorschein. Das kennt man ja. Auch aufräumen könnte man eigentlich dieses oder jenes. Als der Warnton der Maschine sie über das Ende des Waschprozesses informierte, blinkte der ganze Raum vor Sauberkeit. Sie hatte überhaupt nicht bemerkt, wie schnell die Zeit vergangen war und wandte sich dem Gerät zu um ihre saubere Wäsche zum Aufhängen zu entnehmen. Ganz unerwartet wurde sie von einem hellen Klirren irritiert. Sie bückte sich um nachzusehen, was da zusammen mit den sauberen Kleidungsstücken aus der Trommel gefallen war. Ihrem Gesichtsausdruck konnte der Vogelkönig ansehen, was da auf dem Boden lag. Natürlich war es der gesuchte Gegenstand. Jetzt konnte auch sie strahlen, wie alle Fenster ihres Hauses es immer noch taten – sie hielt einen kleinen Schlüssel wie eine Trophäe in der Hand. Wie würde der Junge sich freuen! Die Vogelnoten auf ihrer Leitung zeigten ein glückliches Motiv an und der Vogelkönig nickte zufrieden. Du glaubst es nicht? Schau hinauf zur Turmspitze, du wirst ihn dort sitzen sehen.
17. Dezember
Mitten im kleinen Park hinter der Kirche, sozusagen genau zu Füßen des Vogelkönigs, baute sich ein Mädchen auf. Das Kind holte tief Luft, räusperte sich dann noch einige Male und begann mit etwas zitteriger Stimme zu singen. Hier waren nicht viele Passanten unterwegs. Eine ältere Frau mit Perücke und kleinem Hund an der Leine kam vorbei; sie rümpfte im Vorbeigehen missbilligend die Nase ohne etwas zu sagen. Ihr Hund aber verharrte vor dem Mädchen und begann zu heulen. Die automatische Hundeleine längte sich bis zu dem Punkt, wo eine eingebaute Seilbremse keine weitere Leine mehr freigab. Mit Gewalt riss die Frau den Hund von der Stelle und zog ihn um die Kirchenecke, wo sein Geheul schließlich verklang. Das Kind blieb unbeeindruckt, es sang weiter, jetzt, nachdem es einen – wenn auch negativen Eindruck – hinterlassen hatte, vielleicht etwas kräftiger. Der Vogelkönig legte interessiert den Kopf etwas schief um einen besseren Blickwinkel auf das Mädchen zu haben: Das wollte er sich genauer ansehen. Die Vögel auf den Notenlinien der Freiluftleitung nahmen in ihrer lebendigen Notenschrift den Gesang des Mädchens auf und der König der Vögel nickte im Rhythmus des Liedes mit dem Kopf. Ein Herr im Anzug mit Aktentasche, der mit eiligem Schritt wohl auf dem Weg zum nahen Notariat war, verharrte beim Anblick des Mädchens für einen Moment, lächelte das Kind an und wippte im Takt der Musik mit den Füßen. Schnell war aber auch er weitergegangen. Noch war das Mädchen alleine. Das sollte sich bald ändern.
18. Dezember
Sowohl die Hundefrau, als auch der Anzugsmann hatten von dem Gesang im Park dort weiter erzählt, wohin sie unterwegs gewesen waren. Unerwartet kamen vom Marktplatz und aus dem Notariat Neugierige in die Grünanlage, verließen sie wieder um auch anderen Bürgern von dem singenden Mädchen zu erzählen und kehrten dann an den Ort des Geschehens zurück. Immer mehr Menschen strömten zusammen; zunächst lauschten sie nur dem mittlerweile ausdrucksstarken und kräftigen Liedvortrag, einige spendeten auch Beifall. Dann gab es welche, die summten mit, andere begannen leise mitzusingen. Die Vögel auf den elektrischen Notenzeilen überschlugen sich fast vor Begeisterung; natürlich gab es hier keine anderen Melodien mehr zu sehen, als die von dem Mädchen vorgegebenen, aber mannigfaltige musikalische Verzierungen ergänzten die Lieder der Sängerin. Auf irgendeine Weise schien sich die Begeisterung der Vögel auf die Menge der Menschen im Park auszuwirken: Bald hatte sich nämlich die ganze Versammlung in einen großen Chor, mit dem Mädchen als Vorsängerin, verwandelt und das Erlebnis vom gemeinsamen Singen zauberte allen Anwesenden ein Lächeln ins Gesicht und machte sie glücklich. Selbst der Vogelkönig krächzte ein wenig und das klang, anders als sonst, fast melodisch. Du glaubst es nicht? Schau hinauf auf die Kirchturmspitze. Wenn du Glück hast, siehst du nicht nur den König, sondern kannst ihn auch leise krächzen hören.
19. Dezember
Etwas versteckt stand der kleine, unscheinbare Stand in einer Ecke des großen Marktes auf dem Marktplatz. Er bestand hauptsächlich aus einer lidschäftigen Zeltplane und einigen wurmstichige Brettern. Der Händler hatte nur einige altmodische Brillenmodelle vor sich aufgebaut. Kaum einer der Marktbesucher nahm daher überhaupt Kenntnis von der Marktbude. Wenn einer stehengeblieben wäre, dann hätte er allerdings das Leuchten in den Augen des Alten zwangsläufig bemerken müssen. Das lag nicht etwa an einer der altertümlichen Sehhilfen die hier offensichtlich zum Verkauf standen. Nein, das Leuchten strahlte sozusagen mitten aus seiner Seele heraus, füllte den schmalen Raum, der hinter dem Verkaufstisch blieb und auch den Platz, der für Käufer vorgesehen war. Dem Vogelkönig war von seinem hohen Posten, der ja alles überblickte, dieser Marktstand nicht verborgen geblieben. Interessiert änderte er die Position auf seinem hohen Ausguck ein wenig, um besser sehen zu können, was dort vor sich gehen mochte. Allein dies reichte offenbar aus, um auch einige Menschen auf den Alten aufmerksam zu machen. Ein junger Mann, der mit Freunden unterwegs war, löste sich aus seiner Gruppe und betrachtete neugierig die armselige Auslage. Der Alte folgte seinen Augen, die die sonderbaren Brillen fixierten. Keine normalen Brillen seien das, teilte er dem verdutzten jungen Mann mit. Weder bei Kurz- noch bei Weitsichtigkeit könnten sie helfen und auch andere Augenkrankheiten würden von seinen Modellen nicht geheilt. Der junge Mann runzelte verwirrt seine Stirn. Wozu man dann eine der Brillen kaufen sollte, wollte er wissen.
20. Dezember
Der Verkäufer lächelte. Für Fasching oder Partys seien sie von der Form her nicht außergewöhnlich genug. Aber außergewöhnlich seien sie durchaus. Mit ihnen könne man sehen, was andere nicht sähen: die verborgene Schönheit und das gute Herz von Mitmenschen, egal ob es der nervige Onkel bei der Familienfeier oder der wildfremde Passant hier auf dem Markt sei. Ein leises Krächzen des Vogelkönigs formte die Vogelnoten auf ihrer Leitung neu. Das musikalische Motiv zeigte Aufmerksamkeit. Der Alte bot dem jungen Mann an, doch einmal eine der Brillen auszuprobieren, was dieser annahm. Er schaute nun den Vorbeigehenden in ihre Gesichter. Ob es die Ausstrahlung des Verkäufers war, oder wirklich eine Besonderheit der Brille, konnte er nicht sagen. Jedenfalls nahm er unerwartet andere Marktbesucher plötzlich nicht mehr als anonyme Artgenossen wahr, die ihm eigentlich recht egal sein konnten, sondern als Menschen. Menschen, die ihn augenblicklich interessierten. Der Alte nahm ihm die Brille wieder von der Nase: Es änderte sich – nichts. Gar nichts! Immer noch sah der Junge Gesichter von Menschen, an denen er interessiert war. Der Alte nickte. Er verkaufe diese Brillen auch gar nicht. Wenn einer seiner Kunden erst einmal gelernt hatte, andere als Menschen, als Mitmenschen wahrzunehmen, dann brauche man seine Brillen überhaupt nicht. Die Melodie auf der Stromleitung zeigte heimliche Freude an. Der Vogelkönig auf seiner Turmspitze nickte. Du glaubst es nicht? Schau nur hinauf auf den Turm. Hat der Vogel dort nicht auch eine Brille auf? Nein – die braucht er nicht. Er sieht sowieso den Menschen ins Herz.
21. Dezember
Ganz im Süden der kleinen Stadt lag ein ehemaliges Brauereigelände. Ein Gewirr von Dächern schob sich hier hinter- und übereinander und so hoch der ganze Komplex sich nach oben erhob, so tief schien er mit all den Kellern, die man in einer Brauerei für alles mögliche gebrauchte, auch im Erdboden verwurzelt zu sein. In den scheinbar uralten Bruchsteinmauern zeigten sich neben riesigen Felsbrocken auch kleinere Steine, die beim Abriss älterer Gebäude gewonnen worden waren und in manchen Bereichen hatte man in der Not wohl auch Feldsteine, die die Bauern im Frühling auf den Feldern gesammelt hatten, vermauert. Wo der Bau früher schon teilweise eingestürzt war, waren ganze Bereiche aus roten Backsteinen eingesetzt worden. Insgesamt wirkte die gesamte Anlage eher wie eine alte, geheimnisvolle Burg, als wie eine Industrieruine, die sie ja tatsächlich war; um so mehr als man das letzte Bier hier schon vor etlichen Jahrzehnten gebraut hatte. Lediglich im ehemaligen Verwaltungsgebäude waren Wohnungen eingerichtet worden, der Großteil der verfallenen Brauerei lag einsam und verheißungsvoll am Fuß einer kleinen Erhebung. Sie schien zu Abenteuern nur so einzuladen. Besorgt bemerkte der König der Vögel, der auf seiner hohen Warte immer aufmerksam die Begebenheiten im kleinen Städtchen beobachtete, eine Gruppe Halbwüchsiger, die fast noch Kinder waren. Die hatten sich in ihrer Neugier der Ruine angenähert und einer schien einen halb verfallenen Torbogen, der mit seiner dunklen Öffnung nur wenig aus dem Boden ragte, sehr viel Aufmerksamkeit zu schenken. Zu viel, wenn es nach dem Vogelkönig ging.
22. Dezember
Man könne da einsteigen, rief der Junge den anderen zu. Wenn man nicht so dick wäre wie er selbst, könne man das wohl, spottete ein Mädchen. Das spornte den ersteren nur an. Er schob sich, Füße voraus, durch die schmale Öffnung und forderte die anderen, als nur sein Kopf noch im Freien war, auf, es ihm gleichzutun. Der Gruppendruck führte ins Verhängnis. Bald war die gesamte Gruppe im Gebäude verschwunden. Die Vögel auf auf ihren fünf Notenlinien notierten ein schicksalhaftes Motiv. Dann geschah lange Zeit nichts. Und noch einmal nichts. Dann wurde es dunkel. Dann sah man in einigen Häusern der Stadt aufgeregte Väter und weinende Mütter. Telefone liefen heiß. Dann sah man Polizei. Später Feuerwehr, Rotes Kreuz und Bergwacht. Wo sollte man nach den Jugendlichen suchen? Ein Vogelschwarm, der in der Nähe der alten Brauerei fürchterlich zeterte und an einem Schal herumzog, den, wie sich später herausstellte, eines der Mädchen der Gruppe vor der Ruine verloren hatte, führte unerwartet zu einer ersten Spur. Der König der Vögel, der für diesen tierischen Einsatz verantwortlich war, war erst halb zufrieden. Glücklicherweise hatte der Suchtrupp den Hinweis verstanden. Man verschaffte sich Zutritt zu dem alten Gemäuer. In dem Gewirr von Gängen, Treppen, großen Hallen und winzigen Kammern taten sich selbst die Helfer, trotz ihrer Ausrüstung, schwer. Die Jugendlichen, die sich hoffnungslos verirrt hatten, verstanden plötzlich beim ersten Aufscheinen einer der Taschenlampen des Rettungstrupps, wie trostreich und voller Hoffnung ein Licht in der Dunkelheit sein kann. Der Vogelschwarm, mittlerweile auf seine Überlandleitung zurückgekehrt, kündete triumphal von der Rettung. Und auch der Vogelkönig plusterte sich stolz auf seiner Turmspitze auf. Du glaubst mir nicht? Schau hinauf auf den Kirchturm, wo er dick schwarz und stolz zu sehen ist.
23. Dezember
Der Vogelkönig genoss den Rundumblick auf seine kleine Stadt. Er stutzte. Saß da nicht wieder ein Mann einsam in seiner Wohnung? Schleppte dort nicht eine Greisin schwer an ihrem Einkaufstrolley und kam fast nicht voran? Weinte dort hinten nicht ein junges Mädchen vor Liebeskummer und arbeitete weiter links nicht ein junger Mann seine Frustration aus dem selben Grund an einem Hackklotz ab? Gab es in jenem Haus nicht einen deftigen Ehekrach unter dem nicht zuletzt die Kinder litten? Unheil gab es weiß Gott nicht nur in der weiten Welt mit ihren brutalen Kriegen. Nein auch hier, in der kleinen Stadt, bemerkte er überall Unfrieden und Unglück: in den Freundesgruppen und Vereinen, in den Familien und auch in den Herzen einzelner Menschen. Bedrückt seufzte der König der Vögel. Könnte man da nicht etwas dagegen tun?
Leises Gemurmel machte ihn hellhörig. Ihm fiel ein kleines Café auf in dem sich Menschen verschiedenen Alters um einen großen Tisch versammelt hatten. Erstaunlicherweise waren die düsteren Gedanken des Vogelkönigs auch hier zum Thema geworden. Man könne Blumen an die verteilen, die traurig aussähen, meinte ein Mädchen. Ein Mann, dem man den gestandenen Handwerker ansah, schlug vor dort zu helfen wo etwas kaputt sei. Man solle dies nicht auf defekte Geräte beschränken warf eine Frau sei, auch Seelen könnten einen Defekt haben und bräuchten Hilfe. Auch andere konnten von Beeinträchtigungen im Leben ihrer Mitmenschen berichten und hatten Vorschläge, wie diese zu lindern seien. Ein junger Mann meinte schließlich, es gäbe so viele unterschiedliche Gründe, die Menschen in Mitleidenschaft ziehen konnten. Jeder könne ja da unmittelbar helfen, wo dies in seinen Möglichkeiten läge. Er habe da aber noch eine andere Idee. Schon bald war die Gemeinschaft am Tisch fieberhaft tätig.
24. Dezember
Bald darauf konnte man die Menschen, die kurz zuvor noch im Café gesessen waren, durch die Stadt huschen sehen. Sie gingen unerwartet auf die zu, die sie auf den Straßen und in den Läden sahen. Sie klingelten unerwartet an Haus- und Wohnungstüren. Zum Dienstschluss standen sie unerwartet vor Betrieben, Praxen und Fabriken.
Sie redeten; sie hörten zu und alle, die sich auf ein Gespräch eingelassen hatten, bekamen schließlich etwas in die Hand gedrückt. Was das war?
Jeder und jede bekam was ihnen guttat, alle einen Text der genau zu ihrer jeweiligen Situation passte, der Trost spendete und Möglichkeiten aufzeigte wie ihre Probleme zu lösen seien; manche nur einen Zettel andere ein kleines Heft. Das Wichtigste für die Angesprochenen war das Gefühl, endlich ernst genommen zu werden, egal wie abstrus ihre Ängste und Probleme auf Außenstehende auch wirken mochten. Sie fühlten sich angenommen und merkten plötzlich wie schön es war mit anderen gut zusammenzuleben. Die Texte hatte die Gruppe aus dem Café gemeinsam verfasst.
Und jeder der Angesprochenen ging seltsam getröstet aus den Gesprächen heraus; alle schauten auf den Text in ihren Händen.
Du glaubst mir nicht?
Sieh auf deine Hände: Du selbst hältst einen solchen Text in der Hand.
Der Vogelkönig hoch auf seinem Turm blickte äußerst zufrieden um sich. Dann entfaltete er seine Flügel und verschwand in der Nacht.
ENDE
Allen meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein frohes, friedliches und gesegnetes Weihnachtsfest ... und immer mal wieder hoch zum Turm schauen... falls der Vogelkönig nicht da sein sollte, könnte man ja an seiner Stelle aktiv werden .... ich meine ja nur...
Der Autor
Natalia (Donnerstag, 25 Dezember 2025 11:30)
� Danke, hatte mich sehr drauf gefreut, und bin nicht enttäuscht.
Sabine (Dienstag, 23 Dezember 2025 14:39)
Lieber Autor,
ganz lieben Dank für diese wunderschöne Adventskalendergeschichte. Dadurch, dass sie in einem mir nicht ganz unbekannten Ort stattfand � und ich den realen Turmvogel oft gesehen habe, hat sie mir 24 Tage lang ein warmes, heimatliches Gefühl beschert. Es war schön, mit dem Vogelschwarm und dem Vogelkönig die Menschen an den Orten in der kleinen Stadt zu beobachten und mich ein bisschen verzaubern zu lassen von deiner schönen, positiven Art zu erzählen.
Frohe Weihnachten meiner ganzen Familie und allen Menschen, die sich an jedem Adventskalendertag von deiner Geschichte haben begleiten lassen.
Sabine
Annette (Sonntag, 07 Dezember 2025 06:48)
Wieder eine sehr schöne Adventsgeschichte, die das Leben schreibt. Herzlichen Dank dafür.
Ich freue mich darauf, wie die Geschichte weitergeht.
Eine schöne Adventszeit wünscht Annette
Sabine (Sonntag, 30 November 2025 14:23)
Lieber Autor, ich bin jetzt schon begeistert von der diesjährigen Adventskalendergeschichte und dabei hat sie kaum begonnen. Du sprichst mir aus der Seele mit deinem Geschichtenbeginn.
Ich freue mich darauf, alle weiteren "Türchen" aufzumachen.
Viele liebe Grüße, S.